Servo-Modul
Servo Modul

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Frank Salomon. Berlin

Damit koennen 4 Servos und 2 Ausgaenge angesteuert werden. 6 Timer und 8 Eingaenge erlauben eine Vielzahl von Anwendungsmoeglichkeiten. Nur ueber die serielle Schnittstelle programmierbar. Umsetzer 5V/V24 noetig. Programmiertool laeuft derzeit nur unter Linux.

Daten: 32x177mm, Gewicht ca. 40g, Versorgungsspannung 8.4V, Systemzeit max. ca. 9h

Allgemeine Beschreibung zu dem Servo und Output Modul

Wie an der Vielzahl der Ein- und Ausgänge zu erkennen ist, ist die Modulreihe für Modellraketen gedacht, in denen eine komplexe Steuerung notwendig ist. Dies ist zum Beispiel dann gegeben, wenn die Öffnung von Fallschirmen über Sensoren geprüft werden soll und in deren Abhängigkeit die verschiedensten Massnahmen ausgelösst werden sollen.

Um eine derartige universelle Steuerung zu ermöglichen, und diese bei Bedarf einfach zu ändern, wurde für die Module ein völlig neues Konzept entwickelt.
Allgemeine Timer/Baugruppen

Bisher kann in Timer-Baugruppen eine Zeit eingestellt werden, nach der dann der Ausgang aktiviert wird. In Sensor-Baugruppen wird nach dem Erkennen der Ausgang aktiviert. Diese Zuordnung kann in vielen Baugruppen nicht geändert werden und ist für die meisten Anwendungsfälle auch ausreichend. Es besteht nicht die Notwendigkeit diese Zuordnung aufzulösen. Es soll hier also auf keinen Fall der Eindruck erweckt werden, dass diese feste Zuordnung falsch oder schlecht wäre. Mit ihr lassen sich aber nur schwer komplexere Steuerungen realisieren. Bild #1 veranschaulicht die feste Zuordnung zwischen Timer/Sensor und den Ausgängen.

Es gibt ein logischen Block der Ereignisse erzeugt, diese sind "Zeit abgelaufen" und "Sensor erkannt" und einen logischen Block, der Ausgang, der das Kommando "an" erhält.

In den Modulen wurde nun diese feste Zuordnung aufgelösst. Um dies besser zu verstehen, wird das Modul nicht mehr in zwei, sondern jeweils in 3 logische Blöcke unterteilt. Diese sind wie bisher die Blöcke, die Ereignisse erzeugen (Eventgenerator) und die, die Kommandos erhalten (Executionunit) . Neu ist der Block, der die Umsetzung von den Ereignissen zu den Kommandos regelt. In Bild #2 sind die Blöcke in dem Servo Modul dargestellt.

Der neue Block kann als Eventhandler bezeichnet werden. Tritt ein Ereigniss ein, ausgelösst durch einen Block "Eventgenerator", so wird dies an den Eventhandler geschickt wird. Dieser entscheidet dann, welche Kommandos an die Executionunits geschickt werden müssen. Die Eventverarbeitung wird also durch die Konfiguration in dem Eventhandler bestimmt. Den Eventhandler gibt es genau einmal in jedem Modul.

So kann z.B. in dem Servo Modul eingestellt werden, dass nach dem Ablauf eines Timers eine bestimmte Position des Servos angefahren wird. Das gleiche Kommando kann aber auch über einen der Eingänge ausgelösst werden. Gleichzeitig kann der Eingang z.B. auch einen Timer starten.

Im special Fall ist ein Eventgenerator auch eine Executionunit. Ein Timer lösst genau ein Event aus, kann aber auch verschiedene Kommandos empfangen. Ein Eingang lösst nur Events aus. Ein Servo kann nur Kommandos empfangen.

Die oben beschriebene Zuordnung zwischen den Blöcken, die Events erzeugen und denen die Kommandos verarbeiten kann in dem Eventhandler eingestellt werden. Dazu wurde ein Programmiertool entwickelt, dass zur Zeit nur unter Linux läuft.
Nun stellt sich natuerlich die Frage, wer braucht so etwas ?

Antwort : Ich (Frank Salomon).

In meiner Modellrakete habe ich ein Servo und ein Output Modul untergebracht. Ein Servo öffnet den Vorschirm, ein Servo öffnet den Hauptschirm und ein Servo dreht die Videocamera. 2 Ausgänge und ein Eingang sind für den angeschlossenen D-Mag (Magnetfelderkennung) nötig. Zwei Ausgänge sind für den Notschrim. Ein Ausgang schliesst den Motorzünder über ein Releas kurz und zwei Eingänge sind der Start-Abreiss-Kontakt. Ein Eingang ist der Sensor für den Vorschirm, ein Eingang ist der Sensor für den Hauptschirm.

Wer jetzt an eine "WasPassiertDannMaschine" denkt oder an eine "EierLegendeWollMilchSau" ist gar nicht soweit davon entfernt.



Frank Salomon



Hinweise:

* Bündlung Staging sowie das Anzünden von Treibsätzen mit mehr als 20 gramm Treibmittel ist in Deutschland nur mit einer entsprechenden Genehmigung
( T2 Schein ) erlaubt.

Die gesetzlichen Vorschriften, und Verordnungen der einzelnen Länder sind zu
beachten.

Solaranzünder , Estes-Anzünder , SN0 Brückenanzünder etc. sind eingetragene Markennamen der jeweiligen Firmen.

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Veröffentlichung aus Auszugsweise nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors Fank Salomon Berlin. Alle Angaben ohne Gewähr.

Text und Zeichnung: Frank Salomon



Haftungsausschluss.

Diese Info des Schaltungsvorschlags Mini Timer
gibt nur die persönliche Meinung des Autors wieder.
Der Autor übernimmt deshalb keinerlei Haftung und Gewähr
Für diesen Schaltungsvorschlag.



Berlin Okt. .2006